HGA Gesundheitsakademie Hessen

Mit den Abteilungen:

Sucht und Präventionsbeauftragter

Der Kurs bietet eine umfassende Schulung zu den Themen Suchterkrankungen und präventive Maßnahmen. Durch die Vermittlung fundierter Kenntnisse über die Natur von Suchtverhalten, sowie wirksame Präventionsstrategien, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage versetzt, als kompetenter Sucht- und Präventionsbeauftragter zu agieren.

 

In diesem Kurs werden die Grundlagen der Suchtpsychologie ausführlich erläutert. Es werden verschiedene Arten von Suchtmitteln und deren Auswirkungen auf den Körper und die Gesellschaft behandelt. Durch den Einsatz bindender theoretischer Inhalte und aktiver Diskussionen werden die Teilnehmenden dazu befähigt, ein tiefgreifendes Verständnis für die Zusammenhänge von Suchtverhalten zu entwickeln.

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses liegt auf der Vermittlung von präventiven Fähigkeiten und Interventionstechniken im Umgang mit suchtgefährdeten Personen. Durch den Einsatz von Fallstudien und Gruppenarbeiten lernen die Teilnehmenden, frühzeitig Warnsignale zu erkennen und angemessen zu reagieren. Dabei werden sowohl rechtliche und ethische Aspekte als auch die Zusammenarbeit mit anderen relevanten Akteuren im Bereich der Suchtprävention beleuchtet.

 

Die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse befähigen die Absolventinnen und Absolventen, wirksame Präventionsstrategien zu implementieren und betroffene Personen angemessen zu unterstützen. Durch die Verwendung von bindenden Worten und den Einsatz passiver Formulierungen wird der Fokus auf die Entwicklung von Handlungskompetenzen gelegt. Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, eine aktive Rolle als Präventionsbeauftragter zu übernehmen und somit einen positiven Beitrag zur Vermeidung und Bewältigung von Suchtverhalten in der Gesellschaft zu leisten.

 

Dieser Kurs richtet sich an Personen, die in pädagogischen, sozialen oder beratenden Berufen tätig sind oder ein Interesse an der Suchtprävention haben.

Kursdaten

Kursform

Zielgruppe:

Abschlüsse

Kurstermine

Blended Learning – Einstieg jederzeit möglich

UE & Kosten

    Fördermöglichkeiten

    Weiter Informationen erhalten Sie über das

    Bundesministerium für Bildung und Forschung

    FAQ und Informationen

    • Was steht im Cannabisgesetz (CanG) bezüglich Suchtprävention?
      "Durch den kontrollierten gemeinschaftlichen Eigenanbau von Cannabis und die Weitergabe durch Anbauvereinigungen an erwachsene Mitglieder werden die Voraussetzungen für die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Cannabis geschaffen. Den Anbauvereinigungen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Damit sichergestellt ist, dass in der jeweiligen Anbauvereinigung die notwendigen Kompetenzen zur Verfügung stehen, ernennt der Vorstand ein Mitglied als eine für den Jugendschutz sowie für Sucht- und Präventionsfragen beauftragte Person (Präventionsbeauftragter). Die entsprechenden Kenntnisse erwirbt diese Person im Rahmen der Teilnahme an Suchtpräventionsschulungen zu Cannabis bei den Landes- oder Fachstellen für Suchtprävention oder bei vergleichbar qualifizierten Einrichtungen. Die Schulungen können auch digital angeboten werden. Der Präventionsbeauftragte hält sein Wissen aktuell, indem er regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, an einer Auffrischungs- oder alternativ an einer Aufbauschulung teilnimmt. Eine Bescheinigung über die Teilnahme des Präventionsbeauftragten an der bzw. den Schulungsmaßnahmen dient als Nachweis der spezifischen Beratungs- und Präventionskenntnisse. ..."

       

      aus: Entwurf eines Gesetzes zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften (Cannabisgesetz – CanG)
    • Brauche ich eine Vorbildung?
      Eine formale Vorbildung ist oft von Vorteil, aber sie ist keine zwingende Voraussetzung für die Arbeit im Bereich der Suchtprävention. Die Anforderungen können je nach Arbeitgeber, spezifischer Rolle und den gesetzlichen Bestimmungen in Ihrer Region variieren.

       

      Einige Positionen in der Suchtprävention erfordern möglicherweise einen Abschluss in einem relevanten Fachbereich wie Psychologie, Sozialarbeit, Public Health oder Gesundheitsförderung. Ein solcher Abschluss kann Ihnen das nötige Fachwissen und die Kompetenzen vermitteln, um effektiv im Bereich der Suchtprävention zu arbeiten.

       

      Jedoch gibt es auch viele Positionen in der Suchtprävention, die keinen spezifischen Abschluss erfordern. Einige Arbeitgeber könnten Erfahrung und Fähigkeiten höher bewerten als formale Ausbildung. Hier sind einige Wege, wie Sie sich auf eine Karriere in der Suchtprävention vorbereiten können, auch ohne eine spezifische Vorbildung:

       

      1) Fortbildungen und Schulungen:
      Es gibt verschiedene Fortbildungen, Schulungen und Zertifizierungen im Bereich der Suchtprävention, die Ihnen spezifisches Fachwissen und Fähigkeiten vermitteln können. Diese können online oder in Präsenz angeboten werden und decken Themen wie Suchtprävention, Intervention, Beratungstechniken und Programmmanagement ab.
      2) Erfahrung durch Praktika und Freiwilligenarbeit:
      Praktika und Freiwilligenarbeit in Einrichtungen oder Organisationen, die im Bereich der Suchtprävention tätig sind, können Ihnen praktische Erfahrungen verschaffen und Einblicke in die Arbeit vor Ort bieten. Dies kann Ihnen helfen, relevante Fähigkeiten zu entwickeln und sich ein Netzwerk in der Branche aufzubauen.
      3) Weiterbildung und Selbststudium:
      Durch Selbststudium und Weiterbildung können Sie sich über aktuelle Forschung, Trends und bewährte Praktiken im Bereich der Suchtprävention informieren. Es gibt viele Bücher, Fachzeitschriften, Online-Ressourcen und Webinare, die Ihnen dabei helfen können, Ihr Wissen zu erweitern.
      4) Soft Skills Entwicklung:
      Neben fachspezifischem Wissen sind auch Soft Skills wie Kommunikation, Empathie, Teamarbeit und Organisationsfähigkeit wichtig für eine erfolgreiche Arbeit in der Suchtprävention. Sie können diese Fähigkeiten durch praktische Erfahrungen, Schulungen und persönliche Entwicklung fördern.

       

      Es ist wichtig, die Anforderungen und Erwartungen potenzieller Arbeitgeber zu recherchieren und sich gezielt auf die benötigten Fähigkeiten und Qualifikationen vorzubereiten. Networking und der Aufbau von Beziehungen in der Branche können ebenfalls hilfreich sein, um berufliche Möglichkeiten zu erkunden und Chancen zu nutzen.
    • Welche Eigenschaften muss ich für die Suchtprävention mitbringen?
      Um erfolgreich im Bereich der Suchtprävention zu arbeiten, sind eine Reihe von Eigenschaften und Fähigkeiten erforderlich. Hier sind einige wichtige Merkmale, die Sie mitbringen sollten: 
      1) Empathie:
      Die Fähigkeit, sich in die Situation anderer Menschen hineinzuversetzen, ist entscheidend, um Verständnis für die Herausforderungen und Schwierigkeiten zu entwickeln, mit denen Personen mit Suchtproblemen konfrontiert sind. 
      2) Kommunikationsfähigkeiten:
      Sie sollten in der Lage sein, effektiv zu kommunizieren, sowohl mündlich als auch schriftlich, um Informationen über die Risiken von Suchtmitteln zu vermitteln und Menschen zu motivieren, gesunde Entscheidungen zu treffen. 
      3) Teamarbeit:
      Die Arbeit in der Suchtprävention erfordert oft die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachleuten, Organisationen und Gemeinschaftsgruppen. Die Fähigkeit, gut in Teams zu arbeiten und sich mit anderen abzustimmen, ist daher von großer Bedeutung. 
      4) Organisationsfähigkeit:
      Sie müssen in der Lage sein, Programme und Veranstaltungen zu planen, Ressourcen zu verwalten und Zeitpläne einzuhalten, um effektive Präventionsmaßnahmen durchzuführen. 
      5) Flexibilität:
      Der Bereich der Suchtprävention kann sich schnell ändern, und Sie müssen bereit sein, sich an neue Entwicklungen, Forschungsergebnisse und Trends anzupassen, um relevante und wirksame Präventionsstrategien zu entwickeln. 
      6) Fachwissen:
      Ein solides Verständnis der Ursachen und Auswirkungen von Sucht sowie der Präventionsmethoden und -strategien ist unerlässlich, um effektiv im Bereich der Suchtprävention zu arbeiten. 
      7) Motivation und Engagement:
      Die Arbeit in der Suchtprävention erfordert ein hohes Maß an Motivation, Engagement und Einsatzbereitschaft, um sich kontinuierlich für die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Einzelpersonen und Gemeinschaften einzusetzen.

       

      Indem Sie diese Eigenschaften entwickeln und stärken, können Sie einen positiven Beitrag zur Suchtprävention leisten und dazu beitragen, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern.
    • Was sind die Ziele der Prävention?
      Die Aufgabe der Suchtprävention ist aus mehreren Gründen wichtig:
      1) Gesundheitliche Auswirkungen:
      Der Missbrauch von Suchtmitteln wie Alkohol, Drogen und Tabak kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, einschließlich chronischer Krankheiten, psychischer Störungen, organischen Schäden und sogar tödlichen Überdosen. Durch Präventionsmaßnahmen können diese Risiken reduziert werden, was zu einer verbesserten Gesundheit und Lebensqualität führt.
      2) Soziale Auswirkungen:
      Suchtprobleme können zu sozialen Problemen wie Arbeitsplatzproblemen, finanziellen Schwierigkeiten, Kriminalität, Familienkonflikten und sozialer Isolation führen. Durch Prävention können negative soziale Auswirkungen reduziert und das soziale Wohlbefinden gestärkt werden.
      3) Kosten für die Gesellschaft:
      Die Behandlung von Suchtproblemen und die Bewältigung ihrer Folgen verursachen erhebliche Kosten für Gesundheitssysteme, Justizsysteme und die Gesellschaft als Ganzes. Prävention ist kosteneffektiv, da sie dazu beiträgt, die finanzielle Belastung durch Suchtbehandlung und soziale Folgen zu reduzieren.
      4) Jugendschutz:
      Kinder und Jugendliche sind besonders anfällig für die negativen Auswirkungen von Suchtmitteln, da ihr Gehirn noch in der Entwicklung ist. Frühzeitige Prävention kann dazu beitragen, dass junge Menschen gesunde Entscheidungen treffen und sich vor den Risiken von Sucht schützen.
      5) Förderung von Lebenskompetenzen:
      Suchtprävention kann dazu beitragen, Lebenskompetenzen wie Entscheidungsfindung, Konfliktlösung, Stressbewältigung und soziale Fähigkeiten zu stärken. Diese Fähigkeiten sind entscheidend, um Risikosituationen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
      6) Schutz gefährdeter Gruppen:
      Bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie Menschen mit psychischen Erkrankungen, Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status und Opfer von Traumata, sind einem höheren Risiko für Suchtprobleme ausgesetzt. Durch gezielte Präventionsmaßnahmen können diese gefährdeten Gruppen besser geschützt werden.

       

      Insgesamt trägt die Suchtprävention dazu bei, das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Einzelpersonen und Gemeinschaften zu verbessern, indem sie die Entstehung von Suchtproblemen verhindert oder reduziert und positive Verhaltensweisen fördert
    • Was sind die Aufgaben eines Sucht- und Präventionsbeauftragten?
      Ein Präventionsbeauftragter im Bereich der Suchtprävention ist speziell darauf ausgerichtet, Programme und Maßnahmen zu entwickeln, um den Missbrauch und die Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Drogen, Tabak oder anderen Suchtmitteln zu verhindern. Hier sind einige spezifische Aufgaben und Aktivitäten, die ein Präventionsbeauftragter im Bereich der Suchtprävention übernehmen könnte:
      1)Entwicklung von Präventionsprogrammen:
      Der Präventionsbeauftragte arbeitet an der Entwicklung von Präventionsprogrammen, die darauf abzielen, das Bewusstsein für die Risiken des Suchtmittelkonsums zu schärfen und positive Verhaltensweisen zu fördern.
      2)Schulungen und Workshops:
      Organisieren von Schulungen, Workshops und Informationsveranstaltungen für Mitarbeiter, Schüler, Eltern oder die Öffentlichkeit, um über die Gefahren von Suchtmitteln aufzuklären und Möglichkeiten zur Prävention aufzuzeigen.
      3)Kooperation mit externen Partnern:
      Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Unternehmen und anderen Organisationen, um gemeinsame Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und durchzuführen.
      4)Erstellung von Informationsmaterialien:
      Entwicklung von Informationsmaterialien wie Broschüren, Flyer, Plakate oder Online-Ressourcen, die über die Auswirkungen von Suchtmitteln informieren und Wege zur Prävention aufzeigen.
      5)Früherkennung und Intervention:
      Implementierung von Programmen zur Früherkennung von Suchtproblemen sowie Bereitstellung von Unterstützung und Intervention für Personen, die von Suchtmitteln betroffen sind oder ein erhöhtes Risiko aufweisen.
      6)Förderung einer positiven Umgebung:
      Förderung einer positiven und unterstützenden Umgebung in Schulen, Arbeitsplätzen oder Gemeinschaften, die gesunde Verhaltensweisen und Lebensstile fördert und den Druck zum Konsum von Suchtmitteln reduziert.
      7)Evaluation und Weiterentwicklung:
      Durchführung von Evaluierungen, um die Wirksamkeit der durchgeführten Präventionsmaßnahmen zu bewerten, und Anpassung der Programme basierend auf den Ergebnissen, um kontinuierlich verbesserte Ergebnisse zu erzielen.

       

      Der Präventionsbeauftragte im Bereich der Suchtprävention spielt eine entscheidende Rolle dabei, das Risiko von Suchtproblemen in verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu reduzieren und eine gesündere und sicherere Gemeinschaft zu fördern.

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